Generell ist ein einzelner epileptischer Anfall nicht gefährlich, sodass man Panik auf jeden Fall vermeiden kann sowie muss.
In der Regel hört ein solcher Anfall von selbst auf, doch während des Anfalls sollte man auf einige Dinge achten:
• Gefährliche Dinge in der Umgebung beseitigen (Werkzeuge, Besteck etc.)
• Betroffene aus einer Gefahrenzone bringen (z.B. Straßenverkehr)
• Körper vor Verletzungen schützen (z.B. Kissen unter den Kopf)
• In der Aufwachphase den Hals frei halten (Speichelfluss möglich)
• Betroffenen beim Aufwachen nach dem Anfall nicht allein lassen (Verwirrung möglich)
• Dauert Anfall länger als fünf bis zehn Minuten oder tritt häufig nacheinander auf, dann ist der
Arzt anzurufen (auch bei schwereren Verletzungen während des Anfalls)

Externe Einflüsse zur Unterdrückung oder Minderung des Anfalles sind unwirksam und führen möglicherweise nur zu weiteren Schäden.
Sowohl der Betroffene selbst als auch der Helfer könnte verletzt werden, wenn beispielsweise versucht wird, krampfende Gliedmaßen festzuhalten oder die Zähne auseinanderzureißen.
Deshalb sind derartige Versuche strengstens zu unterlassen.
Wichtig ist, dass Dritte den Verlauf des Krampfanfalls genau beobachten, da spätere Angaben darüber dem Behandlungsverlauf hilfreich sein können.
Gründe für eine Behandlung können sein:
• Verletzungen des Betroffenen im Zuge eines Anfalls
• Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, in der Familie oder in der Freizeit
• Ertrinkungsgefahr beim Schwimmen
• Autofahren nicht möglich
• länger als 15 Minuten anhaltende (große) Krampfanfälle mit potenzieller dauerhafter
Hirnschädigung
• mehrstündige Konzentrationsstörung
• Möglichkeit der Ausheilung durch Medikamente
Der Verzicht auf Medikamente ist in der Regel nicht möglich.
Teilweise ist die Umstellung der Lebensweise notwendig.
Einige Betroffene schaffen es sogar, beginnende Anfälle durch psychotherapeutische Maßnahmen zu unterbrechen, sofern er den kommenden Anfall spürt.